Wir wollen

  • die Persönlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler stärken, indem wir Ihnen helfen, ihre Neigungen und Stärken besser zu erkennen und auszubauen.
  • die Selbständigkeit unserer Schülerinnen und Schüler erhöhen.
  • Kinder fördern, die in allen schulischen Lernbereichen sprachliche Defizite aufweisen.
  • die Schülerinnen und Schüler fördern, die besondere Schwierigkeiten beim Erlernen und beim Gebrauch der Schriftsprache oder im Bereich des Rechnens haben. (VOLRR)
  • Kinder fördern, die besondere Schwierigkeiten im Arbeits- oder Sozialverhalten haben.

 

Organisationsschritte und Möglichkeiten zur Förderung der Schülerinnen und Schüler in der Schuleingangsphase (SEP)

An der Goetheschule werden die Schulanfänger jahrgangsbezogen unterrichtet. Die Förderung zum frühest möglichen Zeitpunkt ist eine pädagogische Zielsetzung unserer Schule. Diese bedingt einen umfangreichen Katalog von Maßnahmen und Rahmenbedingungen zu Beginn der Schuleingangsphase:

  • Vorbereitung und Durchführung des Informationsabends für die Erziehungsberechtigten der Schulanfänger.
  • Durchführung der Sprachstandserhebung zur Feststellung des Förderbedarfs der Schulanfänger im Sprachbereich Deutsch im Rahmen der Einschulungsuntersuchung.
  • Vorschulische Sprachförderung, Zuweisung in einen Vorlaufkurs.
  • Kooperation mit den Erzieherinnen der Kindergärten mit folgender Zielsetzung:
  • frühzeitige Feststellung des Förderbedarfs einzelner Schulanfänger
  • Beratung über die Klassenzusammensetzung
  • Informationen über durchgeführte Fördermaßnahmen während des Kindergartenbesuchs.
  • Beratungsgespräche der zukünftigen Klassenlehrerinnen in Kooperation mit der BFZ-Lehrkraft und der Schulleitung bezüglich der Klassenbildung oder frühzeitiger Fördermaßnahmen.

 

Die Schüler der Goetheschule werden in verschiedensten Bereichen gefördert:

– Angebote von schulischen Fördermaßnahmen in den Förderbereichen

  • Lesen und Schreiben
  • Sprachentwicklung
  • Mathematik
  • sozial-emotionale Entwicklung
  • Arbeitsverhalten
  • Sozialverhalten

Grundlage für weitere Fördermaßnahmen bzw. für die Evaluation der Fördermaßnahmen sind Lernfortschrittsfeststellungen in regelmäßigen Abständen:

  • Beobachtung der Kinder und gegebenenfalls Durchführung von Diagnosetests durch die Klassenlehrerin, die Förderlehrer oder die BFZ- Lehrkraft.
  • Regelmäßige Beratungsgespräche im Team (Klassenlehrer- Förderlehrer – Fachlehrer- BFZ -Lehrkraft) über den Lernentwicklungsstand der Kinder.
  • Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Lerndefiziten

Sehr viele Schulanfänger der letzten Jahre werden mit einem zum Teil sehr hohen Sprachdefizit eingeschult, das im Laufe der Schulzeit ohne zusätzliche sprachliche Förderung nicht ausgeglichen werden kann. Aus diesem Grund erfolgt eine zusätzliche Förderung in Förderstunden, die über die normale Stundentafel hinausgehen. Dies kann natürlich nur dann geschehen, wenn entsprechende Stunden zugewiesen wurden.

Diese Förderstunden erfolgen in Kleingruppen mit einer Gruppengröße von maximal 6 Schülerinnen und Schülern.

Der Förderunterricht pro Gruppe umfasst mindestens zwei Wochenstunden. Eine Lehrkraft sollte die Gruppe für mindestens ein Schuljahr begleiten.

Seit dem Schuljahr 2020/21 biete die Goetheschule in Kooperation mit der Pestalozzischule für Kinder mit Förderbedarf im Arbeits- und Sozialverhalten die Teilnahme an einer Familienklasse an.

 

Lernstandserhebung

Die Lernstandserhebung erfolgt im Wesentlichen durch

  • Beobachtung der Lehrer im Unterricht
  • Lernzielkontrollen, Klassenarbeiten
  • HSP – Hamburger Schreibprobe
  • Stolperwörter Lesetest
  • Zeugnisse der Klasse 1 bzw. 4
  • Heidelberger Rechentest 2 – 3

 

Grundsätze

Für das Förderkonzept der Goetheschule gilt grundsätzlich:

  • Die Lehrer sollten möglichst lange die Fördergruppe betreuen.
  • Sie erstellen einen Förderplan in Zusammenarbeit mit dem Fach-

bzw. Klassenlehrer.

  • Die Inhalte des Förderunterrichtes werden dokumentiert.
  • Es finden regelmäßig Absprachen mit den Klassen- und Fachlehrern

statt.

Kinder mit Förderplan erhalten bei Bedarf einen Nachteilsausgleich. Über den Nachteilsausgleich entscheidet die Klassenkonferenz auf Antrag der Erziehungsberechtigten. Sollte ein Kind trotz Förderplan und Nachteilsausgleich über einen Zeitraum von einem Schulhalbjahr (drei Klassenarbeiten) keine Verbesserung der Noten erreichen, entscheidet die Klassenkonferenz über Notenschutz.

Die Zusammensetzung der Lerngruppen orientiert sich am Förderbedarf. Die Lerngruppen sind flexibel in Bezug auf Zugang, Abgang und Wechsel (gemäß Absprache in der Förderkonferenz).

Der Lehrer berät und informiert die Eltern. Sie werden aktiv in die Förderarbeit einbezogen. Die Beobachtungen der Lehrer werden bei der Versetzungskonferenz gehört.

Die Fortschreibung der Förderpläne erfolgt halbjährlich.

 

Feststellung der Lernausgangslage Mathematik

A. Grundlagen der Förderdiagnose

  • das Lern- und Arbeitsverhalten sowie das Sozialverhalten (aus Beobachtungen und Befragung der Eltern und des Klassenlehrers)
  • das motivationale Verhalten zu Erfolg und Misserfolg (aus denselben Quellen wie oben)
  • Mathematiknote
  • Grundlage der Kardinalzahl/Pränumerischer Bereich: Farben, Formen, Invarianz, simultanes Erfassen von Mengen bis 6
  • Beziehungsaspekt bei Zahlen im Zahlenraum bis 20, Umgang mit Ordinalzahlen, Größenrelation, Beziehung zwischen Menge und Zahl, Umgang mit den Zeichen +,-,=, Zahlenoperationen
  • Weiterführende Zahlenräume und Rechenoperationen, Zahlenoperationen und Größenrelationen im Zahlenraum bis 100, 1000, 10000, 100000, Multiplikation, Division, Maßeinheiten, Sachaufgaben, Umgang mit Geld
  • Hör- und Sehfähigkeit bzw. –probleme (aus Beobachtungen und ggf. fachärztliche Gutachten)
  • Bisherige schulische und außerschulische Fördermaßnahmen

B. Wie gelangt ein Schüler in die Mathematik-Fördermaßnahme?

  1. Schritt:

Mathematikdiagnostik: Heidelberger Rechentest 2 – 3

oder

Meldung durch den Fachlehrer Mathematik (jederzeit möglich) bei anhaltenden Leistungen unter der Note 4 im Fach Mathematik

oder

Antrag der Eltern an die Klassenkonferenz. Diese entscheidet über den Antrag.

  1. Schritt:

Klassenkonferenz mit Beschluss und Protokoll.

Förderbedürftigkeit liegt vor

oder

die Mathematikleistungen dauerhaft unter 4.

  1. Schritt:

Erstellen eines Förderplans durch Fachlehrer. Beschluss der Klassenkonferenz. Fortschreibung erfolgt halbjährlich.

  1. Schritt:

Elterninformation über den Förderplan.

Entlassung aus der Mathematikförderung

Wenn die Kriterien der Förderbedürftigkeit nicht mehr oder nur noch teilweise erfüllt sind, wird der Schüler mit Beschluss der Klassenkonferenz aus den Fördermaßnahmen entlassen. Den Eltern wird dies mitgeteilt.

Vorgehen:

  1. Klassenkonferenz mit Protokoll und Begründung.
  2. Mitteilung an die Eltern mit Begründung.

C. Fördermaßnahmen

  • Individuelle Übungsphasen
  • Einsatz von Anschauungsmaterial
  • Materialsammlung (Arbeitsblätter) für zuhause
  • Training von Lern- und Arbeitstechniken
  • Mathematische Spiele
  • sprachsensible Unterstützung

 

Feststellung der Lernausgangslage Deutsch

A. Grundlage der Förderdiagnose

  • das Lern- und Arbeitsverhalten sowie das Sozialverhalten (aus Beobachtungen und Befragungen der Eltern und des Klassenlehrers)
  • das motivationale Verhalten zu Erfolg und Misserfolg (aus denselben Quellen wie oben)
  • die Deutschnote, insbesondere die Rechtschreib- und Lesenoten
  • die Rechtschreibfähigkeit: Alphabetische Strategie, Phonemanalyse, morphematische Fähigkeiten, Kenntnis und Anwendung von orthographischen Mustern (aus der qualitativen Analyse von freien Verschriftungen, Diktaten und der Hamburger Schreibprobe)
  • die Lesefähigkeit: Synthesefähigkeit, Wortunterteilungsstrategien, eigenaktives Korrekturverhalten, Lesefluss, Sinnentnahme (aus der Analyse von Leseproben)
  • Hör- und Sehfähigkeiten bzw. –probleme (aus Beobachtungen und gegebenenfalls fachärztliche Gutachten)
  • bisherige schulische und außerschulische Fördermaßnahmen

B. Wie gelangt ein Schüler in die Deutsch-Fördermaßnahme?

  1. Schritt:

– Beobachtungen des Klassenlehrers- bzw. Fachlehrers oder der BFZ Lehrkraft (bei Bedarf Durchführung der Hamburger Schreibprobe oder des Stolperwörter Lesetests zur Diagnostik )

oder

– Meldung durch den Fachlehrer Deutsch (jederzeit möglich) bei anhaltenden Leistungen unter der Note 4 im Fach Deutsch

oder

– Antrag der Eltern an die Klassenkonferenz. Diese entscheidet über den Antrag.

  1. Schritt:

Klassenkonferenz mit Beschluss und Protokoll:

Förderbedürftigkeit liegt vor,

– wenn T-Werte aus HSP bei 40 und niedriger ist.

– wenn Rechtschreibleistung dauerhaft unter 4 ist.

– wenn der Prozentrang bei dem Stolperwörter Lesetest unter 24 liegt.

  1. Schritt:

Die Erstellung des Förderplanes erfolgt durch den Fachlehrer und wird durch die Klassenkonferenz beschlossen. Die Evaluation und die Fortschreibung erfolgen halbjährlich.

  1. Schritt:

Die Eltern werden über den Förderplan informiert und in die Maßnahmen eingebunden.

Entlassung aus der Deutsch-Förderung

Wenn die Kriterien der Förderbedürftigkeit nicht mehr oder nur noch teilweise erfüllt sind, wird der Schüler mit Beschluss der Klassenkonferenz aus den Fördermaßnahmen entlassen. Den Eltern wird dies mitgeteilt.

C. Fördermaßnahmen

  • Individuelle Übungsphasen
  • Materialsammlung (Arbeitsblätter) für zuhause
  • Training von Lern- und Arbeitstechniken
  • Lernspiele
  • sprachsensible Unterstützung
  • Spiele zu Rhythmik und Motorik.
  • Rechtschreibung (aufbauend)
  • An erster Stelle Sicherung der alphabetischen Strategie: lautgetreues Schreiben.
  • Training der orthographischen Strategie: Abweichung lautgetreuer Schreibung (st für scht/ ei für ai), Dehnung – Dopplung, s-Laute, Großschreibung – Kleinschreibung, Zusammen- Getrenntschreibung.
  • Training der morphematischen Strategien: Ableitungshilfen / Wortfamilien, Vor- und Endsilben.
  • Erarbeiten von Tipps zu Rechtschreibphänomen.

Schriftbild/Schreibhaltung

  • Unleserliches Schriftbild, Wortgrenzen, Größenunterscheidung bei Buchstaben, spiegelverkehrtes Schreiben, Abschreiben von der Tafel, Zeileneinteilung, Rand- und Blatteinteilung, verkrampfte Schreibhaltung.

Lesen

Erlangen von Sicherheit

  • in der Graphem-Phonem-Korrespondenz
  • bei ähnlich aussehenden Buchstaben (m/n – b/d – t/f)
  • bei der Reihenfolge der Buchstaben
  • beim Segmentieren
  • bei der Konsonantenhäufung (vergisst Konsonanten z.B. Bot statt Brot)
  • bei der Nutzung des Kontextes
  • beim Zugriff auf den inneren Wortspeicher
  • bei der Sinnentnahme
  • bei der Steigerung des Lesetempos
  • bei der Intonation

Mündliches Sprachhandeln

  • Kenntnisse und Fertigkeiten in Wortschatz, Satzbildung und Grammatik werden in Sprachverwendungssituationen erprobt und erweitert
  • Handeln in Alltagssituationen korrekt begleiten.
  • Sach- und Fachsprache sichern.

 

Stand:  Dezember 2020