Medienkonzept

1  Allgemeine pädagogische Überlegungen

Medien nutzen wir im Unterricht schon seit geraumer Zeit; von Printmedien bis Büchern und elektronischen Geräten, wie Overheadprojektor oder CD-Player.

Digitale Medien spielen in der Schule ebenfalls eine wichtige Rolle, denn heutzutage ist ein Leben und Lernen ohne moderne Computertechnologie kaum mehr denkbar. Auch im privaten und beruflichen Leben spielt der Einsatz vor allem von internetfähigen PCs, Tablets, Laptops, Handys etc. eine große Rolle.

Da diese Geräte auch in der Erfahrungswelt der meisten Grundschüler einen immer größeren Platz einnehmen, soll den Kindern ein sicherer und verantwortungsvoller Umgang und Medienkompetenz vermittelt werden:

Das Lernen über Medien wird auch im Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan auf S. 66 ff gefordert.

Dabei wollen wir erreichen, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich des Nutzens aber auch der Gefahren beim Umgang mit digitalen Medien bewusst werden.

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule kommen aus sehr unterschiedlichen Elternhäusern, die einen ebenfalls unterschiedlichen Umgang mit Medien pflegen. Im Sinne der Chancengleichheit möchten wir allen Schülern einen regelmäßigen Umgang mit Computern ermöglichen. Wir möchten, dass sie mit Medien lernen. Lernen mit Medien meint dabei den unterrichtsunterstützenden und erweiternden Einsatz von Computern zur Veranschaulichung, Recherche oder als Übungsmöglichkeit durch geeignete Lernsoftware.

  2  Ausgangslage

Um die Ausgangslage genauer zu erläutern, ist es wichtig, vorab zu erwähnen, dass unsere Schule leider nicht über eine stabile Internetverbindung verfügt. Deshalb ist es kaum möglich, mit mehr als vier bis fünf Computern gleichzeitig das Internet zu nutzen. Dies erschwert vor allem jegliche Internetarbeit, wie das Recherchieren oder Online – Arbeiten, erheblich.

2.1  Mediale Ausstattung der Schule

Die Klassen- und Fachräume der Goetheschule befinden sich im ersten und zweiten Stock des Gebäudes. In der Regel sind die ersten Klassen im ersten Stock untergebracht. Dort liegt auch der Computerraum. In einem der beiden Klassenräume ist seit einigen Jahren ein Whiteboard montiert. Im Computerraum stehen 12 PC´s mit Internetanschluss, ein Farbdrucker, sowie ein weiteres Whiteboard.

Ein weiterer Klassenraum im zweiten Stock verfügt ebenfalls über ein Whiteboard. Alle Klassenräume sind mit ein bis drei PC`s ausgestattet, die über einen Internetzugang verfügen.

Das Netzwerk der Schule verfügt nicht über WLAN-Verbindungen.

Alle PC´s sind mit einem Textverarbeitungsprogramm, der Lernsoftware Budenberg, der Lernwerkstatt 8, dem Schreiblabor und der Hessenwerkstatt ausgestattet. Weitere Lernprogramme, teils passend zu den Lehrwerken, werden von einigen Lehrkräften individuell eingesetzt.

In beiden Stockwerken befindet sich jeweils ein Overheadprojektor und alle Klassenräume sind mit einem CD- Player ausgestattet.

Außerdem besitzt die Goetheschule eine Schülerbücherei mit vielen altersgerechten Kinderbüchern und zahlreichen Sachbüchern.

2.2  Nutzung der Räume und der Medien

Der Computerraum wird eine Stunde pro Woche für jede Klasse reserviert. In den freien Belegungsstunden wird er nach Absprache genutzt.

Die Whiteboards in den beiden Klassenräumen werden von den Klassen- und Fachlehrern unterschiedlich genutzt. Sie werden als digitale Tafel, zum Schauen von Filmen oder Bildern sowie zur Internetrecherche eingesetzt.

Die Bücherei wird von allen Klassen regelmäßig eine Stunde pro Woche genutzt, um zu stöbern, zu lesen oder um Bücher auszuleihen. Im Sachunterricht werden zu den unterschiedlichsten Themen Sachbücher ausgeliehen, um Wissen zu vertiefen.

2.3  Nutzung digitaler  Medien im Unterricht

Ab der ersten Klasse werden die Computer der Goetheschule im Unterricht eingesetzt. Zunächst erfolgt eine Einführung in die Arbeit mit einem Computer.

Dies beinhaltet in Klasse 1 und 2 Grundlagen wie:

  • das richtige Ein- und Ausschalten
  • Kennenlernen erster computerspezifischer Fachbegriffe
  • der Umgang mit der Maus
  • ein erstes Kennenlernen einer Lernsoftware

In den Klassen 3 und 4 erweitern wir die Lerninhalte um folgende Punkte:

  • Belegung und Verwendung der Tastatur
  • Umgang mit dem Textverarbeitungsprogramm
  • Schreiben von eigenen Texten
  • Abspeichern eines geschriebenen Textes (Dateinamen anlegen)
  • Nutzung von Lernprogrammen auf Internetseiten, z.B. Prüfungsbögen für die Radfahrausbildung oder Deutsch- und Mathematikprogramme auf Seiten wie „Schlaukopf.de“
  • Aufrufen von Internetseiten
  • Recherche im Internet mit Hilfe von kindgerechten Online-Angeboten wie z.B. :
  • blinde-kuh.de
  • sowieso.de
  • wasistwas.de
  • geolino.de
  • hamsterkiste.de
  • wissenskarten.de
  • die-radfahrausbildung.de
  • internet-abc.de
  • schlaukopf.de

Bei der Arbeit mit dem PC kommt auch der Drucker zum Einsatz, um eigene Texte und Informationen aus dem Internet auszudrucken. Dies ist leider nur im Computerraum möglich.

2.4  Umgang mit dem Internet, Chats und soziale Netzwerke

In Klasse 4 gibt es im Sachunterricht eine kurze Einheit zum Thema Internetverhalten, Chats und soziale Netzwerke. Hier wird den Kindern erklärt, welche Gefahren im Internet bestehen.

Wichtige Regeln hierfür sind:

  • Ich bin freundlich und fair zu anderen Menschen im Netz.
  • Informationen über mich, die Familie, Freunde gebe ich nie online weiter.
  • Mein Passwort ist geheim. Für jeden! Ich ändere es ab und zu.
  • Ich erzähle den Eltern, was ich im Netz mache.
  • Was mir unbehaglich ist oder Angst macht, zeige ich den Eltern oder Erwachsenen.
  • Ich verschicke keine Bilder von mir, ohne meine Eltern vorher zu fragen.
  • Bevor ich etwas herunterlade, online kaufe, an Gewinnspielen teilnehme: Eltern fragen!
  • Mit Chat-/ Cyber-Freunden treffe ich mich nicht ohne meine Eltern.
  • Die Netz-Regeln halte ich ein: zuhause, in der Schule, bei Freunden.

2.5  Nutzung vorhandener Medien im Ganztag

Während der Nachmittagsbetreuung findet im Computerraum nach Möglichkeit eine Computer- AG statt. Dort wird ein erster Umgang mit dem Computer vermittelt bis hin zu Anlegen und Abspeichern von Dateien, Einsetzen von Hintergrundbildern u.Ä.

Während der Betreuungszeiten sind der Computerraum und die Bücherei für einzelne Gruppen geöffnet.

3 Förderung von Kompetenzen durch den Einsatz von Medien

Folgende Kompetenzen werden durch die Arbeit mit den unterschiedlichen Medien an der Goetheschule gefördert:

Sachkompetenz: Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit verschiedenen Medienarten. Sie erwerben erste Kenntnisse im Umgang mit PC, Software und Internet.

Methodenkompetenz: Die Schülerinnen und Schüler erkennen die unterschiedlichen Medienarten als Arbeitsmittel und Informationsquelle.

Sozialkompetenz: Die Schülerinnen und Schüler arbeiten aufgabenorientiert mit den Medien in wechselnden Arbeitsgruppen.

Selbstkompetenz: Die Schülerinnen und Schüler können zur Bearbeitung einer bestimmten Aufgabe eine Medienart wählen, die aus ihrer Sicht geeignet ist und ihrem Lerntyp entspricht.

4 Ziele und Wünsche für die Zukunft

Wir, das Kollegium der Goetheschule, möchten die Arbeit mit den digitalen Medien in den nächsten Jahren ausweiten. Vor allem das Lernen über Medien soll dabei mehr in den Vordergrund rücken. Die Schülerinnen und Schüler sollen einen Internetführerschein erwerben, z.B. mit dem Internet ABC.

Des Weiteren planen wir den Einsatz der folgenden Lernprogramme:

  • Antolin (Leseförderprogramm)
    Es werden sinnentnehmende Fragen begleitend zu gelesenen Büchern gestellt.
  • Mathepirat (Mathe-Förderprogramm)
    Individuelle Aufgaben zu allen Themenbereichen der Mathematik können bearbeitet werden.

Die Programme können im Unterricht und Zuhause bearbeitet und anschließend an weiterführenden Schulen fortgesetzt werden.

Um unser Medienkonzept in Zukunft weiterhin adäquat umzusetzen und es wie gewünscht erweitern zu können, wäre ein Computerraum mit ausreichend Computern für eine ganze Klasse oder einen Klassensatz von Notebooks unerlässlich. Wichtig wäre auch eine Verbesserung unserer Internetanbindung mit einem größeren Datenvolumen. Zusätzlich zur normalen Tafel wünschen wir uns Smartboards in allen Klassen mit Dokumentenkameras.

Eine Verbesserung der Software ist nach unserer Meinung auch erforderlich, um kleine Präsentationen der Schülerinnen und Schüler auch mit Powerpoint zu ermöglichen, sowie ein besseres Textverarbeitungsprogramm.

Um weitere Einsatzmöglichkeiten zu gewährleisten werden wir uns weiter im Bereich digitale Medien fortbilden.